Smart Working: Alles gehört jetzt allen

Die Mitarbeiter der Credit Suisse im Uetlihof 2 haben seit Neuestem täglich freie Wahl bei ihrem Arbeitsplatz. In den neuen Räumen, gestaltet von dem Münchener Büroplaner Congena und eingerichtet vom Schweizer Büromöbelhersteller Lista Office LO, wählt jeder Mitarbeiter – auch die Führungskräfte – den Arbeitsplatz, der zu den jeweiligen Tätigkeiten des Tages passt. «Smart Working» heißt das neue Konzept, das die gesamte Büroetage in verschiedene Arbeitsbereiche unterteilt: darunter Zonen für spontane Besprechungen, bestückt mit «Meeting Point», «Think Tank» stehen zur Verfügung für den vertraulichen Austausch oder Telefonkonferenzen. Weiter bietet die «Bibliothek» Raum zum Einsehen von Akten, die «Quiet Zone» ermöglicht konzentriertes; der begrünte «Business Garden» inspiriertes Arbeiten.

Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Zürich und Luzern begleiteten die «Smart-Working»-Initiative im Rahmen des KTI-Forschungsprojektes «Business Club» wissenschaftlich. Nachdem die ersten Ergebnisse positiv waren – bei mehr als der Hälfte der Mitarbeiter der Schweizer Großbank kam sie gut an, 76 Prozent empfanden eine höhere Wertschätzung und insgesamt 87 Prozent fühlten sich motivierter –, beschloss das Kreditinstitut, seinen Neubau in Zürich nach diesem Konzept zu gestalten. Die auf die verschiedenen Zonen aufgeteilten 1.950 Arbeitsplätze, werden von den Mitarbeitenden gleichberechtigt und passend zu ihrer aktuellen Tätigkeit ausgewählt. «Smart Working» ermöglicht auch die Reduktion von effektiv zu Verfügung stehenden Arbeitsplätzen, da Kollegen oftmals auf Grund von Meetings, Dienstreisen, Urlaub und Krankheit abwesend sind. Im beschriebenen Fall stehen den 2500 Angestellten 550 Arbeitsmöglichkeiten weniger zur Verfügung – was aber nachgewiesenermassen längst ausreicht.

Die Möbel für das «Smart-Working»-Konzept hat Bürospezialist Lista Office LO entwickelt wie etwa die Raummöbelserie «LO Mindport», gestaltet von den Designern Carmen und Urs Greutmann. Das System setzt sich aus offenen und geschlossenen Modulen zusammen – Wände und Decken bestehen aus Stahl, gepolsterte Sitzplätze, Arbeitstische und Beleuchtung bieten die Ausstattung für die verschiedenen Tätigkeiten. Gestalterisch können sie als Hybrid bezeichnet werden: Halb Möbel, halb Raum fügen sich die autarken Zellen in jede Umgebung ein und sind bei Umgestaltungswünschen verstellbar. «LO Mindport» hat in diesem Jahr den red dot award mit der Auszeichnung «best of the best» gewonnen. Der «LO Vertical Desk» sowie die «LO Locker», verschließbare Aufbewahrungsmöbel, runden das Sortiment ab. 

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