Spielerisch zum idealen Büro

Modelle erleben dank 3D-Druckern und «Rapid Prototyping» ihre Renaissance. In Kombination mit «Design Thinking» entsteht eine innovative Methode Bürolösungen mit Spass und System erfolgreich zu planen.

Haben sich Entscheidungsträger erstmal dazu entschlossen, ihre Arbeitsweise und somit auch ihre Bürogestaltung zu überdenken, stellt sich die Frage der Vorgehensweise. Insbesondere KMUs, die nicht über eine Abteilung mit Bürospezialisten verfügen, sind auf einen einfach verständlichen und zielführenden Planungsprozess angewiesen. Gerade hierfür bieten «Design Thinking» und «Rapid Prototyping» Werkzeuge, um in interdisziplinären Projektteams Schritt für Schritt die beste Lösung zu realisieren. Diese Methoden sind nicht neu – der adaptierte Einsatz in der Büroplanung hingegen schon. 

Gemeinsames Verständnis schaffen 
Eine Herausforderung auf dem Weg zum starken Büro besteht im gegenseitigen Verständnis bezüglich der zukünftigen Arbeitsweise. «Die Finanzchefin sieht das ideale Büro anders als beispielsweise der Personalverantwortliche oder der Sachbearbeiter. Architekten und Planer haben ebenfalls eine klare Vorstellung», weiss Markus Basler, Geschäftsführer der Total Office Management AG, aus Erfahrung. Der Schlüssel liege darin, bereits in einer frühen Phase Lösungsansätze greifbar zu machen. «Beim Interpretieren von 2D-Plänen und 3D-Visualisierungen kommt es oft zu Missverständnissen, was zu zusätzlichen Planungsschlaufen führt», ergänzt Markus Basler. «Virtual Reality» biete Unterstützung, jedoch sei die direkte Einflussnahme auf Anpassungen heute noch mit Aufwand verbunden.

In 120 Minuten zum konkreten Prototyp 
Ein alternativer Lösungsweg ist die Workshop-Form mit Modellen. Teilnehmer aus unterschiedlichen Disziplinen erarbeiten spielerisch das gemeinsame Büro aus der Sicht der Nutzer. Nach einer kurzen Einleitung in die allgemeinen Trends, Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen rund um die Arbeitsplatzgestaltung zücken die Teilnehmer ihre Agenda und simulieren Stunde für Stunde einen typischen Arbeitstag. Mit diesem Vorgehen wird den Teilnehmern sofort bewusst, dass ein Arbeitsort nicht ausreicht, um die unterschiedlichen Tätigkeiten optimal auszuführen. 

Selber ein Büro bauen 
In einem nächsten Schritt beschreiben die Beteiligten ihren Lieblingsarbeitsplatz, so dass eine Collage vielfältiger Arbeitsplatzsituationen entsteht. «Über die offene Gesprächskultur in den Workshops erfahren die Teilenehmer viel mehr von den Alltagsproblemen und den Vorstellungen der Nutzer, wie das Büro funktionieren sollte, als in normalen Planungssitzungen», stellt Pietro Tiziani, Geschäftsleiter der Lista Office Vertriebs AG, fest. Nun folgt, was den Teilnehmern am meisten Spass bereitet: Sie bauen mit eigenen Händen ihr ideales Büro für die zukünftige Zusammenarbeit. Anhand von Fotos, Plänen und Modellen erstellen die Teams einen konkreten Prototyp im Massstab 1:20. «Die Teilnehmer verlassen das Atelier mit einer gemeinsamen Vorstellung für ihr Büro mit Zukunft», versichert Pietro Tiziani.

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